Globalisierung unseres Lebens
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Der Begriff
„Globalisierung" wurde seil Mitte der 90er Jahre zum zentralen
Referenzrahmen gesellschaftspolitischer und sozialwissenschaftlicher
Debatten und benutzt, um die tief greifenden gesellschaftlichen Veränderungen
zu begreifen und Handlungsräume anzuzeigen. Dabei ist hochgradig umstritten,
was überhaupt darunter verstanden werden kann: Welche Ursachen liegen der
Globalisierung zugrunde, was für Triebkräfte treiben sie voran, welche gesellschaftlichen
Gruppen profitieren von ihr eher als andere? In welchen gesellschaftlichen
Bereichen ist Globalisierung wichtiger als in anderen? Und gar noch tiefer
liegend: Was ist überhaupt das Neue an ihr?
Die Transformation
von Politik, Ökonomie und Kultur hat in den 80er Jahren begonnen und mit dem
Niedergang des autoritären Sozialismus nach 1989 eine neue Dynamik erhallen.
Zentral ist dabei die Internationalisierung wirtschaftlicher Prozesse. Die
Entwicklung neuer Technologien, insbesondere der Informations- und
Kommunikationstechnologien und damit verknüpft des Internets, sowie die
dramatische Verbilligung der Transportkosten haben dazu geführt, dass
Produktionsprozesse internationaler werden. Das global sourcing bezeichnet
einen Prozess, in dem Unternehmen ihre Güter und Dienstleistungen aus vielen
Teilen der Welt beziehen. Mal sind die Lohnkosten das entscheidende Argument, um
an einem Ort zu produzieren, in anderen Produktionssektoren das
Ausbildungsniveau der Belegschaft oder der „soziale Friede", in wieder
anderen Bereichen stellt die Nähe zu den Zulieferern oder potenziellen Kunden
das entscheidende Kriterium dar. Deutlich ist jedoch, dass mit diesen Veränderungen
eine neue internationale Arbeitsteilung entsteht und eine Verschärfung der
internationalen Konkurrenz zwischen Produktionsstandorten, Kapitalen und Beschäftigten
einhergeht. Unstrittig ist auch, dass die internationalen Finanzmärkte eine
ganz entscheidende Rolle im Globalisierungsprozess spielen und die hohe
Mobilität von Kapital den Spielraum für nationale Wirtschaftspolitiken
einschränkt. Weitgehend Einigkeit
besteht auch darin, dass der Nationalstaat sich verändert. Die genauere
Diskussion jedoch, wie das geschieht und welche Auswirkungen das hat,
ist Anlass intensiver Auseinandersetzungen. Die einen gehen davon aus, dass
dieser bald verschwinden oder auf Kernfunktionen der Ordnungssicherung reduziert
werden wird. Der sich ausweitende Aktionsraum privater Unternehmen wie auch
ökonomische Sachzwänge, so das Argument, lassen den nationalen Staat
weitgehend obsolet werden. Dem halten andere entgegen, dass der
Wohlfahrtsstaat der Nachkriegszeit sich zwar transformiert, aber noch keineswegs
ausgemacht ist, inwieweit die sozialstaatlichen Sicherungssysteme und
wirtschaftspolitischen Regulierungselemente vollständig verschwinden. Ein
dritter Argumentationsstrang weist darauf hin, dass die Internationalisierung
der Produktion ohne staatliche Politiken gar nicht denkbar wäre: Denn
Regierungen und Parlamente haben mit ihren Wirtschaftspolitiken der Außenöffnung
und Deregulierung zentrale Voraussetzungen dafür geschaffen. Sie sind also
selbst wichtige Akteure der Globalisierung. Dieses Beispiel zeigt
bereits einen anderen Sachverhalt. „Globalisierung" ist ein Schwammwort,
das gerade wegen seiner Unbestimmtheit auf große Resonanz stößt. Verschiedene
gesellschaftliche Akteure verwenden es, um damit ihre Sicht der Dinge zu präsentieren
(und oft genug, um ihre Interessen zu stärken). Denn die Interpretation
dessen, was sich in den letzten 20 Jahren gesellschaftlich verändert hat, ist
selbst Teil politischer Auseinandersetzungen. In den Auseinandersetzungen um
die Bedeutung der Globalisierung entsteht ein dominantes Verständnis davon, wie
die bestehenden Verhältnisse zu verstehen sind, was an gesellschaftlichen
Orientierungen und Handlungen als „sinnvoll" und „vernünftig"
erscheint und was als „absurd" gilt.
Im
Kontext demokratietheoretischer und -politischer Fragen erschienen in den
letzten
Jahren einige Untersuchungen, die sich das Phänomen der
Nichtregierungsorganisationen genauer ansehen. Auf die NGOs werden nicht
wenige Hoffnungen einer Zivilisierung der weltweiten Verhältnisse projiziert.
Ihre Beteiligung in den jeweiligen Politikfeldern führt jedoch meist nicht zu
den gewünschten Ergebnissen. Regierungen und private Unternehmen haben allemal
mehr Ressourcen, um ihre Interessen geltend zu machen. In den letzten Jahren
haben sich mehrere Publikationen der Frage zugewandt, was der
Globalisierungsprozess eigentlich für die Individuen bedeutet. Die negativen
Auswirkungen der veränderten Arbeits- und Lebensbedingungen stehen hier im
Zentrum. Dass Globalisierung
kein rein ökonomischer Prozess ist, wurde bislang deutlich. Und sie ist auch
kein friedlicher. Die Kriege in den 90er Jahren, wie auch die Anschläge in den
USA am 11. September 2001 und die Reaktionen darauf, zeigen, dass sich die Welt
nachhaltig verändert. Einige neuere Bücher setzen sich mit den vielschichtigen
Dimensionen der Globalisierung der Gewalt auseinander. Sozial-ökologische
Aspekte erhalten in der Globalisierungsdiskussion bislang wenig Aufmerksamkeit. Dies könnte sich jedoch nach dem Weltgipfel zu Umwelt und
Entwicklung im September 2002 in Johannesburg ändern. Dort wurden die beiden
Themen nämlich sehr dezidiert zusammengebracht.
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Schroedter, Thomas :
Globalisierung/ Thomas
Schroedter. -Hamburg: Europäiche Verlagsanstalt,
2002. -94 S.: Abb. -(wissen 3000). Thomas Schroedter zeigt die Geschichte der Globalisierung
seit dem Beginn des Fernhandels und die wiederholten Versuche
internationaler Institutionen, die Finanz- und Handelsströme zu
regulieren. Es werden die Folgen der Globalisierung und neoliberaler
Wirtschaftspolitik analysiert.
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Giddens, Anthony : Entfesselte
Welt : wie die Globalisierung unser Leben verändert/ Anthony Giddens; aus
dem Engl. von Frank Jakubzik. -Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 2001.
-115 S. - (edition suhrkamp; 2200). Mehrere Risikosituationen, die die Welt in früheren
Zeiten nicht kannte, hängen unmittelbar mit der Globalisierung zusammen.
Viele dieser neuen Risiken betreffen die Menschen unabhängig davon, wo
sie leben, und ohne Rücksicht darauf, wie privilegiert oder
unprivilegiert sie sind. |
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Meyer, Thomas : Soziale Demokratie und Globalisierung : eine europäische Perspektive/
Thomas Meyer. -Bonn: Dietz, 2002. -190 S. Thomas Meyer schreibt über die Notwendigkeit der
Erneuerung der sozialen Demokratie; sie muss zu einem weltweiten
Reformprogramm werden. Der Autor beschreibt die Lösungen der sozialen
Demokratie für Europa und ihren Anspruch als Triebkraft und Leitidee
einer konstruktiven Globalisierung.
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Reimann, Helga : Globalisierung : die universelle Herausforderung/ Helga Reimann. -Konstanz:
UVK-Verlagsges., 2002. -189 S.: Abb., Tab. - (Wissen und Studium).
Unter Globalisierung versteht man häufig die weltweite Expansion
multinationaler Konzerne. Helga Reimann fasst den Begriff der
Globalisierung viel weiter, nämlich als den Prozess der Zunahme und
Beschleunigung weltumspannender Kommunikation und Interaktion, aus dem
gemeinsame Kulturen und Institutionen entstehen können.
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Boris, Dieter : Metropolen und Peripherie im Zeitalter der Globalisierung/ Dieter Boris.
-Hamburg: VSA-Verlag, 2002. -213 S.
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Altvater, Elmar : Grenzen der Globalisierung : Ökonomie, Ökologie und Politik in der
Weltgesellschaft/ Elmar Altvater, Birgit Mahnkopf. -5. Aufl. -Münster:
Westfälisches Dampfboot, 2002. -600 S. Die Autoren analysieren sämtliche, von der Globalisierung
betroffene Bereiche unseres Lebens. „Vor allem ist dieses Werk ein
kritisches Handbuch zur Globalisierung“ (Hilmar Schmidt, „Neue
Politische Literatur“). |
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Frauenpolitische Chancen globaler Politik : Verhandlungsverfahren im internationalen
Kontext/ Hrsg. Barbara Holland-Cunz, Uta Ruppert. -Opladen: Leske +
Budrich, 2000. -188 S. -(Politik und Geschlecht; 3). Expertinnen internationaler Frauenpolitik aus verschiedenen Ländern
beleuchten in diesem Band die feministischen Herausforderungen aktueller
Prozesse und Diskussionen globaler Politik. Es werden die frauenpolitisch
bedeutsame internationale Ereignisse und Entwicklungen der letzten Jahre
analysiert. |
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Garhammer, Manfred : Wie Europäer ihre Zeit nutzen : Zeitstrukturen und
Zeitkulturen im Zeichen der Globalisierung/ Manfred Garhammer. -2., unveränd.
Aufl. -Berlin: Edition Sigma, 2001. -555 S.: Abb., Tab. Wie organisieren europäische Gesellschaften ihre soziale
Zeit? Wie verändert sich mit der Integration Europas und mit der
Globalisierung der Alltag? M. Garhammer untersucht diese Fragen auf einer
umfangreichen empirischen Basis in vier Gesellschaften : Deutschland, Großbritannien,
Spanien und Schweden. |
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Brücken in die Zukunft : ein Manifest für den Dialog der Kulturen. Eine Initiative von
Kofi Annan/ mit einem Geleitw. von Joschka Fischer, aus dem Engl. von
Klaus Kochmann und Hartmut Schickert. -3. Aufl. -Frankfurt am Main: S.
Fischer Verlag, 2002. -267 S. Auf Initiative des UN-Generalsekretärs und
Friedensnobelpreisträgers Kofi Annan wurden zwanzig bedeutende Persönlichkeiten
beauftragt, ein zukünftiges Modell des Miteinanders der Kulturen
und Religionen zu entwerfen. Gemeinsam haben sie ein einmaliges Dokument
verfasst, das Aufruf und Vorbild zugleich ist, den Dialog der Kulturen
entschlossen aufzunehmen. |
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Trittin, Jürgen : Welt Um Welt : Gerechtigkeit und Globalisierung/ Jürgen Trittin. -Berlin:
Aufbau-Verlag, 2002. -205 S. Der Schutz des globalen Ökosystems ist für Jürgen
Trittin, Bundesminister für Umwelt, die zentrale Herausforderung des 21.
Jahrhunderts und der Schlüssel für soziale Gerechtigkeit. Falsche
Rahmenbedingungen zwingen Menschen bis heute vielfach, Natur zu stören,
um ihre Existenz zu sichern. Jeder kann aber leicht zum Erhalt der Umwelt
beitragen…
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Internationale Migration : die globale
Herausforderung des 21. Jahrhunderts?/ hrsg. von Karl Husa, Christof
Parnreiter, Irene Stacher, mit Beitr. von Elisabeth Aufhauser...
-Frankfurt am Main: Brandes & Apsel; Wien: Südwind, 2000. -311 S.:
Tab. - (Historische
Sozialkunde; 17). In der Öffentlichkeit nimmt der Themenbereich Migration
eine zentrale Stellung ein. Auch im 21. Jahrhundert werden
Wanderungsbewegungen anhalten. Im Buch werden verschiedene Migrationstypen
und Wanderungsformen analysiert.
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Aderhold, Jens : Kultur als Problem der Weltgesellschaft? : ein Diskurs über Globalität,
Grenzbildung und kulturelle Konfliktpotenziale/ Jens Aderhold, Frank
Heideloff. -Stuttgart: Lucius & Lucius, 2001. -VI, 189 S.
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Zukunft Stadt : die Stunde der Bürger in
Zeiten der Globalisierung/ hrsg. von Wolfgang Schuster, Warnfried Dettling.
-Stuttgart; Leipzig: Hohenheim Verlag, 2001. -311 S. Die Zukunft unserer Städte hängt nicht zuletzt davon ab,
daß sich ihre Bürger für sie verantwortlich fühlen. Je internationaler
die Bevölkerung und je globaler die Wirtschaft wird, um so nötiger ist
eine neue Kultur der Eigenverantwortung und der Solidarität. Diesem
Problem ist das Buch gewidmet.
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Die Privatisierung der Weltpolitik : Entstaatlichung und Kommerzialisierung im
Globalisierungsprozess/ Hrsg. Tanja Bruehl. -Bonn: Dietz, 2001. -320 S. -(EINE
Welt - Texte der Stiftung Entwicklung und Frieden; Bd. 11) Private Akteure mischen sich immer stärker direkt in die Weltpolitik ein. Häufig übernehmen transnationale Unternehmen (TNCs) und nichtstaatliche Organisationen (NGOs) vormals staatliche Aufgaben. Bislang öffentliche Tätigkeits- und Handlungsfelder werden zunehmend kommerzialisiert…
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Toennies, Sibylle Cosmopolis
Now : auf dem Weg zum Weltstaat/ Sibylle Toennies. -Hamburg: Europäische
Verlagsanstalt, 2002. -150 S. Der Weltstaat ist keine Utopie, sondern ein realistisches
Konzept – so meint Sibylle Tönnies. Das Völkerrecht hat den ersten
Schritt in diese Richtung getan. Was noch fehlt, ist der Einigungswille.
Wie er sich bilden kann, zeigt die Autorin im vorliegenden Buch.
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Vidal, Gore : Ewiger Krieg für ewigen Frieden : Wie Amerika den Hass erntet, den es
gesät hat/ Gore Vidal; aus dem Amer. übers. von
Bernhard Jendricke und Barbara Steckhan. -2. Aufl. -Hamburg: Europäische
Verlagsanstalt, 2002. -132 S.
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Schami, Rafik : Mit fremden Augen : Tagebuch über den 11. September, den Palästinakonflikt
und die arabische Welt/ Rafik Schami. -Orig.-Ausg. -Heidelberg: Palmyra,
2002. -148 S. Sehr persönlich und poetisch geschriebene Tagebuchnotizen
umfassen den Zeitraum von Oktober 2001 bis Mai 2002. Der Autor beschäftigt
sich in seinen Aufzeichnungen sehr direkt und kritisch mit wichtigen
Aspekten der Terroranschläge vom 11. September 2001, des Palästinakonflikts
und der arabischen Welt.
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Chrenko, Helma : Halbierung der globalen Armut? : Für eine nachhaltige
Entwicklungspolitik bis 2015/ Helma Chrenko, Peter Stier. -Hamburg:
VSA-Verlag, 2002. -114 S.: Tab. Die Autoren stellen Positionen zu verschiedenen Aspekten
und Lösungsansätzen des Problems weltweit sich ausbreitender Armut in
Entwicklungsländern vor. Sie konzentrieren sich vor allem auf die
Diskussion möglicher politischer Antworten auf dieses Phänomen.
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Kindheit in Armut weltweit/ Hrsg. Karin Holm,
Uwe Schulz. -Opladen: Leske + Budrich, 2002. -346 S. Das Thema Armut beherrscht entwicklungsländerbezogene
Diskussionen. Mehr und mehr wird aber auch in der „reichen“ Welt zur
Kenntnis genommen, daß armutbezogene Problemlagen – vor dem Hintergrund
unterschiedlicher Effekte der Globalisierung – hier deutlich zunehmen.
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Gesang, Bernward : Aktien oder
Apokalypse? : Wege aus der globalen Ökokrise/ Bernward Gesang. -Paderborn:
mentis, 2000. -157 S.: Abb. Die Ökokrise dient häufig nur als Vorwand für höhere
Steuern. Von ernsten Problemen spüren wir wenig. Das vorliegende Buch
sucht nach der aus der Aufmerksamkeit verschwundenen Ökokrise. Was war
Hysterie, was ist echt? Haben wir neue Handlungsoptionen, oder gibt es nur
die Rezepte, die uns seit Jahrzehnten gepredigt werden?
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Was kommt nach der Informationsgesellschaft? : 11 Antworten/ Hrsg. Stiftung Bertelsmann.
-2. Aufl. -Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung, 2002. -306 S. -(Edition
Reformwerkstatt).
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Sachs, Wolfgang : Nach uns die Zukunft : Der
globale Konflikt um Gerechtigkeit und Ökologie/ Wolfgang Sachs.
-Frankfurt am Main: Brandes & Apsel, 2002. -216 S. Verfolgen wir im Namen der Globalisierung einen verhängnisvollen
Kurs, der die Zerstörung des blauen Planeten stillschweigend in Kauf
nimmt? Wie kann die Welt gastlich werden für zwei Mal so viele Menschen
wie heute, ohne die Biosphäre für nachfolgende Generationen zu ruinieren?
W. Sachs macht uns klar : Wenn Gerechtigkeit und Ökologie auf der Strecke
bleiben, hat die Weltgesellschaft von morgen keine Zukunft.
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Ein Tag im September - 11.9.2001 : Hintergründe - Folgen - Perspektiven/ Hrsg. Georg
Stein, Volkhard Windfuhr, mit Beitr. von Jörg Armbruster..., Vorw. von
Butros Butros-Ghali. -Orig.-Ausg. -Heidelberg: Palmyra, 2002. -399 S.
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Hübner, Kurt : Spiel
mit Grenzen : Ökonomische Globalisierung und soziale Kohäsion/ Kurt Hübner,
Ulrich Petschow; unter Mitarb. von Daniel Becker und Sven Lakner. -Berlin:
Edition Sigma, 2001. -177 S.: Abb., Tab. -(Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung;
34). Die ökonomische Globalisierung
trifft vielfach auf unterschwelliges Missbehagen, in letzter Zeit auch
mehr und mehr auf organisierten Protest. Im Mittelpunkt steht dabei oft
die Wahrnehmung, dass Globalisierung neben Gewinnern eben auch Verlierer
produziert. Die Autoren des Buches zeigen : die Akteure mit dem höchsten
Mobilitätspotenzial haben die besten Chancen, sich zu behaupten. Weniger
mobile Akteure geraten in Gefahr, ihre ökonomischen Positionen
zu verlieren. |
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Globalisierung der Weltwirtschaft
: Schlussbericht der Enquete-Kommission/ Hrsg. Deutscher Bundestag.
-Opladen: Leske + Budrich, 2002. -620 S.: Abb., Tab. Dieser Bericht stellt die großen
ökonomischen, ökologischen, gesellschaftlichen und politischen
Herausforderungen der Zeit in klarer Sprache dar und gibt der Politik
Handlungsempfehlungen. |
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Wahl, Peter : Tobin Steuer: Kapital braucht Kontrolle/ Peter
Wahl, Peter Waldow. -Hamburg: VSA-Verlag, 2002. -94 S.: Abb. -(AttacBasis
Texte; 3). Die Tobin Steuer ist ein Element
zur Regulierung der krisengeschütterten Finanzmärkte und zur Eindämmung
von Finanzspekulationen. Gegen die Einführung der Steuer gibt es jedoch
noch Vorbehalte. Was spricht gegen sie und was dafür? Die Autoren stellen
das Konzept vor und diskutieren Möglichkeiten und Grenzen einer
Devisenumsatzsteuer.
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George, Susan : WTO: Demokratie statt Drakula : Für ein
gerechtes Welthandelssystem/ Susan George; aus dem Franz. von Joachim
Wilke. -Hamburg: VSA-Verlag, 2002. -94 S. -(AttacBasis Texte; 1).
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Praxisbuch Globales Lernen :
Handbuch für Unterricht und Bildungsarbeit/ Hrsg. Solidarisch leben
lernen e.V., Red. Bearb. von Martin Geisz und Nina Melchers. -Frankfurt am
Main: Brandes & Apsel, 2002. -184 S.: Abb. Mit diesem Buch macht Globales
Lernen Spaß. Von Lehrern herausgegeben und geschrieben beinhaltet es
Modelle und konkrete Beispiele für Globales Lernen im Schulunterricht, in
Projektwochen und in der außerschulischen Bildungsarbeit. Die Themen sind
knapp und anschaulich aufbereitet.
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Neue
Dynamiken: Die Kritik an der Globalisierung Bis vor einigen
Jahren galt eine Kritik an „der" Globalisierung und den damit eng
verwobenen neoliberalen Politiken als absurd. Die Internationalisierung der Märkte,
der sozialpolitische Rückbau des Staates, die Umverteilung gesellschaftlicher
Macht - das alles galt als „logischer" Prozess. Damit ging das
Versprechen einher, dass der tief greifende gesellschaftliche Umbau zu mehr
Wohlstand und Glück für alle führen würde. Seit den Protesten gegen die
Welthandelsorganisation (WTÖ) im US-amerikanischen Seattle Ende 1999
oder gegen den Zusammenschluss der sieben mächtigsten Regierungen der Welt
zur „Gruppe der 7" in Genua im Sommer 2001 werden die dominanten
Interpretationen der Globalisierung zunehmend infrage gestellt. Die Währungskrisen
in Südostasien, Russland und Brasilien verdeutlichten die internationalen
Probleme, aber auch der zunehmend als „Sachzwang der Globalisierung"
gerechtfertigte
Abbau sozialer Sicherungssysteme innerhalb der Länder ging immer mehr
Menschen zu weit. Neue Akteure traten auf den Plan, die trotz aller Unterschiedlichkeit
als „globalisierungskritische Bewegung" bezeichnet werden. Erst nach Seattle
gab es dann das Bewusstsein von etwas Neuem, einem — bei aller Heterogenität
- möglicherweise kollektiven Subjekt. Diese Bewegung bemüht
sich deutlich zu machen, dass Globalisierung ein hochgradig ungerechter und
undemokratischer Prozess ist. Unter dem Motto „Eine andere Welt ist möglich!"
findet die Suche nach Alternativen innerhalb der einzelnen Gesellschaften
wie auch weltweit statt. Die globalisierten Herrschaftsverhältnisse, so die
weit verbreitete Einschätzung, müssen global bekämpft werden. Eine zentrale
Konstitutionsbedingung für die internationale Protestbewegung ist die Möglichkeit
schneller und relativ billiger Kommunikation. So hat sich innerhalb kürzester
Zeit ein dichtes Netz alternativer Kommunikation gebildet, in dem nicht nur
Informationen ausgetauscht werden, sondern auch Klärungs- und
Organisierungsprozesse stattfinden. Eine Gefahr besteht jedoch darin,
kurzfristige mediale Erfolge mit der nachhaltigen Veränderung materieller Kräfteverhältnisse
und herrschender Entwicklungen zu verwechseln. Ein Teil der internationalen
Protestbewegung stellt die „Verselbständigung der Finanzmärkte" ins
Zentrum. Entsprechend soll über internationale staatliche Kooperation und
geeignete Mechanismen wie der Besteuerung von Finanztransaktionen (sog.
Tobin-Steuer) diese Verselbständigung bekämpft werden. Vorherrschend ist
dabei eine Sichtweise, die sich von adäquaten staatlichen Eingriffen ein
relativ krisenfreies Funktionieren des Kapitalismus verspricht. Dafür sollen
durch gesellschaftlichen Druck auf den Staat Privatisierungen und der Abbau des
Sozialstaats verhindert werden. Andere Teile
vertrauen weniger auf den Staat und suchen nach anderen Ansatzpunkten, um die
Kritik an der neoliberalen Globalisierung zu Projekte werden zu lassen. Hier
wird etwa hervorgehoben, dass heute an vielen Orten, insbesondere in den Ländern
des Südens, ganz praktische Alternativen entstehen. Diese würden aber durch
internationale Zwänge wie Auslandsverschuldung oder ruinöse Konkurrenz immer
wieder infrage gestellt. Bei allen Differenzen
innerhalb der sog. globalisierungskritischen Bewegung dominieren produktive
Diskussionen, gegenseitige Akzeptanz und die Bereitschaft, voneinander zu
lernen und sich zu stärken. Einer der wichtigsten Orte für diese Lern- und
Diskussionsprozesse sind die seit 2001 jährlich im brasilianischen Porto Alegre
stattfindenden Weltsozialforen. Die
Globalisierungsdebatte ist prickelnd, weil sie derart vielfältig ist.
Mit ihr besteht die Möglichkeit, eingefahrene Denkmuster zu hinterfragen und zu
verändern, in ihr müssen sich politische und theoretische Ansätze bewähren.
In diesem Sinne entstehen neue Horizonte, die angesichts der unübersichtlichen
Vielfältigkeit zu verschwinden drohen. Ungemein bereichernd für die
Diskussion ist die Möglichkeit, Beiträge aus anderen Ländern mit ihren je
spezifischen Hintergründen zur Kenntnis nehmen zu können. Insofern ist die
Globalisierung
der Globalisierungsdebatte ein schwieriges, aber lohnendes Unterfangen.
(Nach Dr. Ulrich Brand, Politikwissenschaftler,
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Grefe, Christiane : Attac : Was
wollen die Globalisierungskritiker?/ Christiane Grefe, Mathias Greffrath,
Harald Schumann. -7. Aufl. -Berlin: Rowohlt Berlin Verlag, 2003. -222 S. „Globalisierung von unten – entwaffnet die Finanzmärkte!“
Unter diesem Leitspruch hat sich eine Bewegung formiert, die weltweit
gegen die Auswüchse der Globalisierung und für eine gerechte Verteilung
des Wohlstands kämpft. – Das erste Buch über die spektakuläre
Protestbewegung, die im Begriff hat, die Agenda der Weltpolitik zu verändern.
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Aguiton, Christophe : Was bewegt die Kritiker der Globalisierung? : von Attac
zu Via Campesina/ Christophe Aguiton; Uebers. aus dem Franz. von John
Neelsen. -Dt. Erstausg. -Koeln: Neuer ISP-Verl., 2002. -224 S. Ch. Aguiton analysiert in seinem Buch die Entwicklung der
Welt seit dem Zusammenbruch des Ostblocks und das Agieren der
internationalen Multis und Finanzorganisationen. Im zweiten Teil
beschreibt er verschiedene Gruppen und Organisationen, die die Bewegung
gegen die Globalisierung aufgebaut haben und tragen.
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Unsere Welt ist keine Ware : Handbuch für Globalisierungskritiker/ Hrsg.
Christine Buchholz, Anne Karrass, Oliver Nachtwey, Ingo Schmidt. -Köln:
Kiepenheuer & Witsch, 2002. -350 S. -(KiWi; 715). Das Buch
informiert über die wichtigsten Stichworte der Globalisierungskritik :
Tobin-Steuer, Verschuldung, Arbeit, Atomkraft, Klima oder Gesundheit.
Kurze Porträts der wichtigsten Organisationen, Netzwerke und
Zeitschriften verschaffen einen Überblick über Geschichte und Ziele der
Globalisierungskritik.
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Martin, Hans-Peter :
Die Globalisierungsfalle : der Angriff auf Demokratie und Wohlstand/
Hans-Peter Martin, Harald Schumann. -8. Aufl. -Reinbek bei Hamburg:
Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2003. -352 S. -(rororo sachbuch; 60450).
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Schattenseiten der Globalisierung
: Rechtsradikalismus, Rechtspopulismus und separatistischer
Regionalismus in westlichen Demokratien/ hrsg. von Dietmar Loch und
Wilhelm Heitmeyer. -Orig.-Ausg. -Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 2001.
-536 S.: Abb., Tab. -(edition suhrkamp; 2093). |
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Kessler, Wolfgang : Weltbeben : Auswege aus der
Globalisierungsfalle/ Wolfgang Kessler. -Oberursel: Publik-Forum, 2002.
-237 S. Ein umfassendes und aktuelles Werk mit Alternativen zur
markt-fundamentalistischen Globalisierung. „Kesslers Buch macht Hoffnung
und Mut zur Mitarbeit an einer gerechten Welt ohne Hunger und
Massenarbeitslosigkeit“ (Franz Alt, Fernsehjournalist).
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Zugehör, Rainer : Die Globalisierungslüge : Handlungsmöglichkeiten
einer verantwortlichen Wirtschaftspolitik/ Rainer Zugehör; mit einem Vorw.
von Oskar Lafontaine; Beitr. von Sigrid Skarpelis-Sperk, Frank Wilhelmy.
-Unkel/Rhein; Bad Honnef: Horlemann, 1998. -175 S.: Tab. Das Buch
beschäftigt sich mit den Fragen : Welche Schlussfolgerungen muss die
Politik aus der zunehmender Globalisierung der Märkte ziehen? Welche
Spielräume hat die nationale Politik angesichts der ökonomischen
Internationalisierungsprozessen, um die Binnenwirtschaft zu stärken und
die Massenarbeitslosigkeit abzubauen? |
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Mies, Maria : Globalisierung von unten : Der Kampf gegen die
Herrschaft der Konzerne/ Maria Mies. -Hamburg: Europäische Verlagsanstalt,
2002. -255 S. Unbemerkt von der Öffentlichkeit
wird seit Jahren das konzerngesteuerte neoliberale Wirtschaftsmodell durch
Institutionen wie Weltbank, IWF und Welthandelsabkommen durchgesetzt.
Immer neue Freihandelsabkommen gefährden Demokratie, Umwelt, Arbeitsplätze
und Menschenrechte. Im Buch berichtet die Autorin über die große
Bewegung dagegen und die Situation des Protests.
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